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Hier finden Sie Aktuelles aus der Klinik Dr. Hancken und um sie herum

21.09.2017 - "Da kann man noch ganz viel machen"

BUSINESS & PEOPLE
Das Wirtschaftsmagazin aus der Metropolregion Hamburg:
© 2017 Zeitungsverlag Krause GmbH & Co. KG

Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung an der Klinik Dr. Hancken – Betreuung Schwerstkranker in der letzten Lebensphase.

Martina Sens, Leiterin der SAPV-Abteilung in der Klinik Dr. Hancken, Dr. Jan Sulzer, Facharzt für Allgemeinmedizin mit Palliativausbildung, Silke Grösser, Leiterin des Pflegedienst Vital.

Der größte Wunsch vieler unheilbar kranker Menschen ist es, ihre letzte Lebensphase zu Hause in der vertrauten Umgebung mit ihrer Familie zu verbringen. Die Begleitung und Betreuung schwerstkranker Patienten stellt aber besonders hohe Anforderungen an Angehörige, Pflegekräfte und ihre behandelnden Ärzte.

Deshalb wurde an der Klinik Dr. Hancken in Stade 2011 die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) Niederelbe ins Leben gerufen. Die intensive medizinische Versorgung von stationären Tumorpatienten in ihrer letzten Lebensphase wird seit 1991 in der Klinik praktiziert. Damals wurde die Klinik als eines von zwei niedersächsischen Instituten für ein bundesweites Modellprojekt zur Einführung der Palliativversorgung ausgewählt. Als vor sechs Jahren die spezialisierte ambulante Palliativ-versorgung bundesweit aufgebaut werden sollte, übernahm die Klinik Dr. Hancken mit ihrer großen Kompetenz auf diesem Gebiet die Organisation der SAPV im Landkreis Stade. Ein vierköpfiges Team erfahrener Palliativpflegekräfte koordiniert für den Landkreis Stade ein großes Netzwerk von niedergelassenen Ärzten und ambulanten Pflegediensten, die allesamt über eine Spezialausbildung in der Palliativpflege und der medizinischen Versorgung von schwerstkranken Patienten verfügen.

Intensive Betreuung

Geleitet wird das Koordinierungsbüro von Martina Sens, die seit 22 Jahren in diesem medizinischen Bereich arbeitet, dessen Aufgabe es ist, Menschen mit unheilbaren Krankheiten die letzte Lebenszeit so beschwerdefrei wie möglich zu gestalten. „Wir bekommen die Patienten dann, wenn es keine Hoffnung auf Heilung, keine Therapie mehr gibt, um den fortschreitenden Krankheitsverlauf aufzuhalten und ihr Leben zu Ende geht,“ erklärt sie. Wenn es oft heißt: „Da kann man nichts mehr machen.“ Diesen Satz hat Martina Sens schon oft gehört und immer auf ihre Weise beantwortet: „Da kann man noch ganz viel machen“, sagt sie energisch. „Gerade diese Patienten brauchen intensive Betreuung.“

Im Landkreis Stade arbeiten speziell ausgebildete niedergelassene Hausärzte, Allgemeinmediziner oder Internisten, eng mit Pflegediensten und den Palliativmedizinern der Klinik Dr. Hancken zusammen. „Wir sind keine Konkurrenz zu den Hausärzten, sondern wir füllen mit unserem Spezialwissen nur eine Lücke und unterstützen die Pflegedienste in ihrer Arbeit,“ sagt Prof Dr. Stefan Frühauf, der als Chefarzt die Stationen für Onkologie und Palliativmedizin in der Klinik Dr. Hancken leitet.

Es ist ein gut eingespieltes Team. Wenn ein Patient für die ambulante Palliativversorgung angemeldet wird, organisiert die Koordinierungsstelle in der Hanckenklinik die Aufnahme des Patienten und informiert die Palliativpartner vor Ort. Berücksichtigt wird dabei der Wunsch des Kranken bei der Wahl der Ärztin oder des Arztes und des Pflegedienstes. In den meisten Fällen übernehmen die vier Mitarbeiterinnen des SAPV-Büros die Aufnahme, sie sprechen mit dem Patienten und seinen Angehörigen, stellen die Dokumentation des bisherigen Krankheitsverlaufs zusammen und bereiten die Anträge für die Krankenkasse sowie Anordnungen für Medikamente und den Pflegebedarf vor. „Danach besuchen wir Ärzte den Kranken und beginnen mit der Beratung von Patient und Angehörigen“, erklärt Dr. Jan Sulzer. Der Allgemeinmediziner gehört zum Netzwerk und betreut neben seiner Praxis in Estebrügge im Schnitt fünf Palliativpatienten. „Wir verständigen uns mit dem Pflegedienst und sprechen die Besuche und Behandlungen ab.“ Jeder Pflegedienst, der zum Palliativnetzwerk gehört, muss mindestens drei in dieser palliativmedizinischen Versorgung ausgebildete Pflegekräfte haben. „Wenn wir Patienten betreuen, sind unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen meist mehrmals täglich bei dem Patienten“, erklärt Silke Grösser, die den Pflegedienst Vital in Apensen zusammen mit ihrer Kollegin Bettina Will leitet. Wie intensiv die Betreuung ist, zeigen die Zahlen. Von Januar bis August 2017 wurden im Landkreis Stade 147 Palliativpatienten und -patientinnen – pro Monat im Schnitt 30 Patienten – von den SAPV-Partnern ambulant versorgt, sie erhielten 890 ärztliche Hausbesuche und 4700 Einsätze der Pflegekräfte.

Gruppenbild von SAPV-Kooperationspartnern vor der wöchentlichen Fallbesprechung in der Klinik Dr. Hancken.

Linderung der Symptome

Im Vordergrund dieser speziellen Versorgung steht die notwendige medikamentöse und sprachliche Behandlungsintensität bei Schmerzen, Durchbruchschmerzen, Luftnot, Übelkeit und Angst vor dem Hintergrund des absehbaren Lebensendes. Diese kann nur durch die engagierte Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen erreicht werden. Die häufigsten Krankheiten sind Krebserkrankungen, aber auch Herz oder- Lungenkrankheiten gehören dazu. In den meisten Fällen geht es darum, die richtige Kombination von Medikamenten und Unterstützungsangeboten zu finden und sie so anzuwenden, dass die Patienten noch am Leben mit ihrer Familie und ihren Angehörigen teilnehmen können. Entscheidend für die Behandlung ist das subjektive Empfinden der Kranken: „Den Satz, der kann ja gar keine Schmerzen mehr haben, der hat ja schon so viele Schmerzmittel bekommen, gibt es bei uns nicht,“ sagt Martina Sens. Wer Schmerz empfindet, bekommt auch Linderung. Wichtig ist dabei auch die Bereitstellung von Medikamenten für Notfälle: „Wir haben alle Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie und können alle hochwirksamen Medikamente einsetzen“, sagt Dr. Sulzer. Jede Therapie wird ganz individuell auf den jeweiligen Krankheitsfall und den Zustand des Patienten abgestimmt – gemäß dem Leitmotiv der Palliativmedizin: „Dem Leben nicht mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben.“

Ständiger Austausch

Und jeder einzelne Fall wird in den wöchentlichen Teamsitzungen des SAPV genau besprochen. Dort findet auch ein ständiger Austausch von Erfahrungen unter den Ärzten und Pflegekräften statt. „Die Pflegekräfte sind durch die ständige Betreuung mit den aktuellen Verläufen am besten vertraut. Sie bekommen erste Anzeichen von Verschlechterungen mit und können die Ärzte im Team rechtzeitig informieren, wenn Änderungen in der Versorgung erforderlich sind. Deshalb ist eine enge Zusammenarbeit im Team entscheidend“, sagt Dr. Sulzer. „Dadurch können wir auch für den Patienten und seine Angehörigen extrem belastende Noteinsätze häufig verhindern.“

Jede Behandlung und jeder Einsatz, jede Veränderung im Krankheitsverlauf wird genau dokumentiert und steht allen Beteiligten in der elektronischen Patientenakte jederzeit zur Verfügung. Die wöchentlichen Fallbesprechungen erweitern durch den Erfahrungsaustausch die Kompetenz des gesamten Teams und jedes Teilnehmers. „Wir verfügen über eine Art Schwarm-Wissen. Das ist wichtig, weil in diesen letzten Lebensphasen der Patienten auch unberechenbare Verläufe eintreten können. Da kann es helfen, wenn wir schnell auf die kombiniert jahrzehntelangen Erfahrungen unserer Kollegen in ihren Praxen und in der Klinik Dr. Hancken zugreifen können“, sagt Dr. Sulzer.

Angst vor dem Sterben

Neben der medizinischen Versorgung übernehmen die SAPV-Kooperationspartner auch die psychologische Betreuung der Kranken. „Viele Patienten haben nicht unbedingt Angst vor dem Tod, wohl aber vorm Sterben,“ hat Martina Sens immer wieder erfahren. Vor allem die Angst vor langem Leiden und Schmerzen quält viele Kranke. Da sind die Pflege-Teams gefordert: Aufklärung und viel Mitgefühl sind gefragt. Aber auch die Angehörigen brauchen Hilfe: „Für die Verwandten ist es oft viel schwerer zu akzeptieren, dass die Krankheit gewonnen hat und sie bald einen geliebten Menschen verlieren,“ sagt Martina Sens.

Die Pflege eines Schwerstkranken belastet viele Familien schwer. Verlustängste, Hilflosigkeit, schlechtes Gewissen, nicht genug tun zu können, und die Pflicht, Alltag und Job trotzdem zu organisieren, stellen viele Familien und Verwandte vor ungeheure Belastungsproben. Und nicht jeder Angehörige ist den Anforderungen dieser Situation gewachsen: „Das hat nichts mit Versagen oder Schwäche zu tun. Es gibt familiäre Umstände, die eine intensive Pflege eines sterbenden Angehörigen nicht ermöglichen. Dann ist die stationäre Aufnahme für den Patienten die bessere Alternative“, sagt Martina Sens.

Auch da kann der SAPV helfen: „Wir kümmern uns um einen Platz in einem Hospiz oder auf unserer Palliativ-Station“, sagt Martina Sens. Die Entscheidung liegt allerdings bei den Patienten.

Und das gilt für die ganze Arbeit des SAPV. „Wir wollen, dass Patienten auch ihre letzte Lebensphase ihrem Willen entsprechend verbringen und selbst bestimmen können, was mit ihnen geschieht.“ Patientenverfügungen, in denen der Verfasser festgelegt hat, welche lebenserhaltenden Maßnahmen im Ernstfall angewendet werden sollen, geben die Richtung für die Behandlung vor, wenn der Kranke nicht mehr ansprechbar ist. Solange sie aber noch für sich selbst sprechen können, haben die Patienten das letzte Wort, wie, wo und von wem sie betreut werden wollen. CO

16.09.2017 - Ein Ministerauftritt ohne Wahlkampf

Pressebericht aus dem Stader Tageblatt:
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LANDKREIS. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, absolvierte in der Klinik Dr. Hancken in Stade ein Gespräch über Ärzteversorgung, Medizintechnik und deren Finanzierbarkeit. Auffällig: Kein böses Wort zum politischen Gegner.
Von Karsten Wisser

Prof. Stefan Frühauf, Dr. Markus Herrmann, Dr. Christoph Hancken, Bundesministerin Johanna Wanka, der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann, Dr. Thilo Töllner und Dr. Kersten Mückert (von links). Foto: Wisser

Ausgangspunkt des gut einstündigen Besuchs der Bundesministerin in der privaten Klinik war eine Rede des Stader CDU-Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann im Bundestag. Thema war das Recht zum Schutz vor ionisierender Strahlung im April dieses Jahres. Dabei geht es unter anderem um ein schnelleres Zulassungsverfahren für medizinische Forschung und Diagnostik. Klar benannte Genehmigungszeiten sollen hier die Zulassungsverfahren für medizinische Geräte, die mit ionisierender Strahlung arbeiten, deutlich beschleunigen. Das könnten zum Beispiel Geräte für die Strahlentherapie sein. Grundmann lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit der Klinik Dr. Hancken und wollte der Ministerin das Unternehmen in seiner Heimatstadt selbst zeigen.

Klinik-Chef Dr. Christoph Hancken empfing die Professorin und Mathematikerin zusammen mit seinen Chefärzten. Die Klinik beschäftigt an den Standorten Stade, Buxtehude, Bremervörde, Zeven, Cuxhaven und Lilienthal 450 Mitarbeiter und stellt dabei zum Beispiel als Kooperationspartner der Elbe Kliniken die radiologische Versorgung von 400 000 Menschen im Elbe-Weser-Dreieck sicher. Außerdem versorgt Hancken in Stade Krebspatienten und hält dort 60 Betten unter anderem für die Palliativmedizin bereit.

Wahlkampf gab es nicht

Ohne starres Konzept entwickelte sich so unter Experten eine Diskussion über viele Themenfelder. Wahlkampf gab es gar nicht. Die zunehmenden Schwierigkeiten, die modernste Technik für die Patienten bereitzuhalten, treiben Klinik-Chef Dr. Hancken um. „Das wird von den Krankenkassen nicht honoriert“, sagte Hancken, der das Unternehmen in dritter Generation führt. Die Ministerin ihrerseits wollte wissen, wie die Zusammenarbeit mit den neuen Gesundheits- und Forschungszentren für die großen sechs Volkskrankheiten funktioniere und zeigte sich angetan von der Zusammenarbeit zwischen Klinik und Ärzten bei der Behandlung und Beherrschung von Schmerzen als Folge einer Krebserkrankung. „Das ist beeindruckend, was hier in Zusammenarbeit mit den Medizinern vor Ort geleistet wird“, sagte die frühere niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.


Intensiv wurde auch das Thema ärztliche Versorgung und die Rekrutierung von Nachwuchs diskutiert. Auch die Klink Dr. Hancken braucht bei der Suche nach Personal die Hilfe von sogenannten Headhuntern. Vor Kurzem wurde eine neue Mitarbeiterin in der Schweiz gefunden. Dass die Probleme, in ländlichen Regionen genügend Hausärzte anzusiedeln, dazu führen können, dass dort die Überlebenschancen bei einem Herzinfarkt geringer sein können als in einer Großstadt, bereitete allen am Gespräch Beteiligten große Sorgen.

30.08.2017 - Recht zum Schutz vor ionisierenden Strahlen

Redebeitrag von CDU-MdB Oliver Grundmann in der Bundestags-Debatte am 27. April 2017 zu TOP 24

Recht zum Schutz vor ionisierender Strahlung
Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung
 → Drucksachen 18/11241, 18/11622, 18/11822 Nr. 6

23.06.2017 - Gewissheit statt Verdrängung

BUSINESS & PEOPLE
Das Wirtschaftsmagazin aus der Metropolregion Hamburg:
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Das Brustzentrum Stade-Buxtehude bietet Beratungen für Frauen mit genetisch bedingtem Brustkrebs und Eierstockkrebs.

Dr. Thilo Töllner gehört zu den Gründungsmitgliedern des Brustzentrums und leitet das Zentrum für Mammadiagnostik MVZ Klinik Dr. Hancken sowie als Programmverantwortlicher Arzt auch das Mammographie-Screening-Programm in der Elbe-Weser-Region. Foto: Hancken-Klinik

Zu den größten Leistungen von Angelina Jolie für Frauen in aller Welt gehört – mehr noch als ihre künstlerischen Leistungen vor oder hinter der Kamera – ihr couragierter Auftritt, in dem sie ihre Entscheidung im Umgang mit ihrem eigenen genetisch bedingten Brustkrebsrisiko publik machte.

Durch ihren wohl überlegten Entschluss, sich 2012 prophylaktisch beide Brüste und zwei Jahre später auch die Eierstöcke entfernen zu lassen, lenkte sie das Scheinwerferlicht auf ein Thema, das lange in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wurde: die Situation von Frauen, die aufgrund von erblichen Genmutationen ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Das hat sich seitdem deutlich geändert.

Nicht nur durch Jolies Coming-out haben die Anfragen bei Gynaäkologen und in den Brustkrebszentren deutlich zugenommen. Im Elbe-Weser-Dreieck hat sich das Brustzentrum Stade-Buxtehude für die Beratung von Frauen mit erblich bedingtem Brustkrebs qualifiziert. Dr. Thilo Töllner, der zu den Gründungsmitgliedern des Brustzentrums gehört und als Programmverantwortlicher Arzt auch das Mammographie-Screening-Programm in der Region leitet, hat gemeinsam mit den Brustspezialisten der Elbe Kliniken eine Kooperation mit der Humangenetik der Medizinischen Hochschule Hannover vereinbart. Zusammen bieten sie die Beratung von betroffenen Frauen vor Ort an. Den Fachärzten geht es zunächst einmal um die Identifizierung der bereits einmal an Brustkrebs erkrankten Frauen, die zur Hochrisiko-Gruppe gehören, erklärt Dr. Töllner und verweist auf die Statistiken: „Von den rund 75 000 Frauen, die pro Jahr an Brustkrebs erkranken, finden sich bei einem Viertel der Betroffenen Häufungen von Brust- oder Eierstockkrebserkrankungen in der Familie. Aber nur bei fünf bis zehn Prozent der an Brustkrebs Erkrankten kann die Entstehung des Tumors auf eine bekannte erbliche Genmutation zurückgeführt werden.“ (Siehe Infokasten unten: Hinweise auf den sogenannten familiären Brustkrebs geben bestimmte Häufungen von Brust- und Eierstockkrebserkrankungen in der direkten Verwandtschaft.)

Wenn das Schutz-Gen ausfällt

Am häufigsten treten die Veränderungen in den Genen BRCA 1 und BRCA 2 auf, zunehmend geraten aber auch Veränderungen anderer Gene in den Fokus. Trägerinnen einer Genmutation haben laut Dr. Töllner „ein im Vergleich zu Frauen ohne diese Genmutation deutlich erhöhtes Lebenszeitrisiko von 60 bis 80 Prozent, an einem besonders schnell wachsenden und aggressiven Mammakarzinom zu erkranken“. Außerdem entwickele sich bei diesen Hochrisiko-Gen-Trägerinnen die Krebserkrankung etwa 20 Jahre früher und das Risiko für eine erneute Erkrankung – auch der anderen Brust – ist deutlich höher. Gleichzeitig ist auch ihr Risiko für die Entstehung von Eierstockkrebs, dem sogenannten Ovarialkarzinomen, um zehn bis 40 Prozent deutlich erhöht. Wichtig: Bei den betroffenen Genen handelt es sich nicht um Krebsverursacher, sondern um Schutz-Gene. Wenn diese nicht richtig funktionieren, ist die natürliche Abwehr des Körpers gegen Krebszellen erheblich geschwächt.

Die Diagnose „genetisch bedingter Brustkrebs“ hat Konsequenzen für die betroffene Patientin und ihre Therapie, die genau auf diese spezielle Erkrankung abgestimmt wird, aber auch für ihre Geschwister und Kinder. Die Genmutationen werden vererbt, das bedeutet: Töchter und Söhne haben ein 50-Prozent-Risiko, Träger dieser veränderten Gene zu sein. Auch die Schwestern und Brüder der Krebspatientin können betroffen sein. Aufschluss über dieses Krebsrisoko bietet ein Gentest. Wenn sich der Verdacht bestätigt, sollten die positiv getesteten Verwandten an einem Früherkennungsprogramm teilnehmen, das speziell für diese Hochrisiko-Gruppe entwickelt wurde.

Engmaschige Überwachung

Abhängig vom Alter und der Familienplanung empfehlen die Fachärzte des Brustzentrums den Risiko-Trägerinnen eine engmaschige Überwachung: Untersuchungen mit Ultraschall und Kernspin sowie ab einem Alter von etwa 40 Jahren Mammographien. „Bei jungen Frauen sollte diese spezielle Früherkennung so früh wie möglich beginnen,“ rät Dr. Töllner, „dadurch kann im Erkrankungsfall der Brustkrebs in einem relativ frühen Stadium entdeckt und behandelt werden.“ Im fortgeschrittenen Alter und nach abgeschlossener Familienplanung sollte auch die vorbeugende Operation, die beidseitige Entfernung des Brustgewebes sowie der Eierstöcke, als eine Behandlungsoption in Erwägung gezogen werden, um eine Erkrankung zu verhindern.

„Dies sind für jede Frau sehr schwierige und belastende Entscheidungen, deshalb bieten wir im Brustzentrum auch psychologische Beratungen an, um den Betroffenen zu helfen, den für sie richtigen Weg zu finden“, sagt Dr. Töllner. „Allerdings ist es die Entscheidung jeder einzelnen Frau und auch jedes Mannes, ob sie oder er sich testen lassen. Wir haben aber immer wieder beobachtet, dass die meisten Frauen mit Gewissheit besser leben können als mit Verdrängen.“

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer/m Frauenärztin/arzt oder im Brustzentrum Stade- Buxtehude unter: 04141/544 445 und im Zentrum für Mammadiagnostik, MVZ Klinik Dr. Hancken, Stade: 04141/604 440

Info: Hinweis auf „familiären Brustkrebs“

Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine erbliche Veranlagung besteht, bei Familien (mütterlicher- oder väterlicherseits) mit Erkrankung von

  • mindestens drei Frauen mit Brustkrebs, unabhängig vom Alter
  • mindestens zwei Frauen mit Brustkrebs, davon eine Erkrankung vor dem 51. Lebensjahr
  • mindestens einer Frau mit Brustkrebs und einer Frau mit Eierstockkrebs
  • mindestens zwei Frauen mit Eierstockkrebs
  • mindestens einer Frau mit Eierstockkrebs und einem Mann mit Brustkrebs
  • mindestens einer Frau mit Brustkrebs vor dem 36. Geburtstag
  • mindestens einer Frau mit beidseitigem Brustkrebs, wobei die Ersterkrankung vor dem 51. Geburtstag war
  • mindestens einer Frau mit Brust- und Eierstockkrebs
  • mindestens einer Frau mit triple-negativem Brustkrebs vor ihrem 51. Lebensjahr*
  • mindestens einer Frau mit Eierstockkrebs vor ihrem 71. Lebensjahr*
  • einem Mann mit Brustkrebs*

    *Diese Kriterien werden zurzeit im Rahmen von Studien weiter untersucht.

Informationen im Internet: www.brca-netzwerk.de

07.04.2017 - Kleine Kügelchen statt großer OP

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Neue Wege in der Behandlung von gutartigen Gebärmutter-Tumoren: Myom-Embolisation im MVZ Klinik Dr. Hancken im Elbe Klinikum Stade

Chefarzt Dr. Kersten Mückner (Mitte) mit seinem Team bei einem minimalinvasiven Eingriff. Foto: Klinik Dr. Hancken

Bei etwa jeder dritten Frau entwickeln sich bis zum Beginn der Wechseljahre gutartige Tumore in der Gebärmutter, die oft heftige Beschwerden verursachen. Mit den Methoden der interventionellen Radiologie kann dies in vielen Fällen ohne große Operation verhindert werden. Einfach erklärt: Die Blutversorgung der Myome wird unterbrochen – sie werden weich und schrumpfen. Ohne Technik geht hier nichts. Der Eingriff, die sogenannte Embolisation, ist schonend und erfolgt mit radiologischer Unterstützung: Der „Tatort“ wird über die Blutgefäße erreicht.

Irgendwann war die Situation unerträglich geworden: Helga S. (Name geändert) litt unter immer heftigeren Beschwerden. Bei der 47-Jährigen hatten sich seit Jahren gutartige Geschwülste in der Gebärmutter entwickelt. Eines davon war so stark gewachsen, dass es auf die Blase drückte und neben heftigen Schmerzen und starken Blutungen während der Menstruation auch einen ständigen Harndrang auslöste. Bis zu 20 Mal pro Tag und Nacht musste sie eine Toilette aufsuchen. Frau S. war passionierte Joggerin, diesem Sport konnte sie wegen ihrer Beschwerden nicht mehr nachgehen.

Helga S. ist kein Einzelfall: Etwa 20 bis 40 Prozent aller Frauen entwickeln nach dem 20. Lebensjahr Myome im Uterus. Die meisten dieser gutartigen Tumore sind solide Wucherungen von der Konsistenz harter Radiergummis. Nur bei etwa einem Drittel der Betroffenen bleiben diese Geschwülste symptomlos, zwei von drei Frauen leiden unter teils erheblichen Beschwerden wie verlängerten und/oder verstärkten Menstruationsblutungen, Bauchschmerzen oder auch Rücken- und Seitenschmerzen durch den Druck der Myome auf die Becken und Beine versorgenden Nervenbahnen. Häufig tritt infolge der starken Blutungen auch eine Blutarmut ein, die durch Funktionsstörungen von Blase und Darm noch verstärkt werden kann.

Bis zu 30 Zentimeter

Die Größe dieser sogenannten uterinen Myome variiert von wenigen Millimetern bis zu 30 und mehr Zentimetern, in diesen Fällen ist die Gebärmutter gedehnt wie bei einer Schwangerschaft im fünften Monat. In zwei von drei Fällen bilden sich mehrere Myome unterschiedlicher Größe. Das Wachstum dieser gutartigen Tumore ist vom Hormonhaushalt abhängig, sie können während einer Schwangerschaft schnell anwachsen. Nach der Menopause schrumpfen sie häufig und verlieren ihre feste Konsistenz, sofern die Patientinnen nicht mit einer Hormontherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden wie zum Beispiel Hitzewallungen behandelt werden.

In den meisten Fällen bereiten die Myome in den Jahren vor der Menopause oder in den Wechseljahren die größten Beschwerden, danach werden sie kleiner und weicher.
Behandelt werden die Gebärmuttermyome häufig zunächst mit einer konservativen medikamentösen Therapie. Dabei können entzündungshemmende Medikamente, Ovulationshemmer und Hormontherapien eingesetzt werden, die allerdings auch Wechseljahrbeschwerden auslösen können. Nach Absetzen der Hormonbehandlung kommt es allerdings häufig zu einem erneuten Wachstum der Myome.

Umfrage zur Frauengesundheit

Wenn mit der medikamentösen Behandlung keine dauerhafte Besserung erzielen lässt, ist die operative Entfernung der Myome einzeln oder samt Gebärmutter die am häufigsten praktizierte Methode, die Frauen ohne Kinderwunsch oder nach abgeschlossener Familienplanung empfohlen wird. Das Robert-Koch-Institut stellte bei einer großen Umfrage zur Frauengesundheit 2014 fest, dass allein im Jahr 2012 in Deutschland 133 000 Gebärmutterentfernungen durchgeführt wurden, etwa die Hälfte der Patientinnen war bei der Operation zwischen 40 und 49 Jahre alt. In Deutschland wird etwa 17,5 Prozent der Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren im Laufe ihres Lebens die Gebärmutter entfernt – da- von rund 85 Prozent aufgrund von gutartigen Erkrankungen. In Dänemark beispielsweise wird nur bei zehn Prozent der Frauen eine Hysterektomie durchgeführt. Auch Frau S. hatte sich längst mit einer großen Operation abgefunden, als sie ihre Frauenärztin wieder aufsuchte. Die vorangegangene medikamentöse Therapie hatte nicht das erwartete Ergebnis gebracht, die Myome reagierten zu langsam auf die Hormontherapie, die Patientin litt aber sehr unter den Nebenwirkungen.

Doch dann kam alles anders. Die Gynäkologin schlug ihr einen minimalinvasiven Eingriff vor: eine Myom-Embolisation. Nach weiteren ausführlichen Gesprächen mit Dr. Thorsten Kokott, dem Chefarzt der Frauenklinik des Elbe Klinikums Stade, stimmte Helga S. zu. Anschließend wurde sie an Dr. Kersten Mückner, den Chefarzt des MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Klinik Dr. Hancken und Spezialisten für interventionelle Radiologie im Elbe Klinikum Stade, weitergeleitet. Er führt diese Eingriffe in enger Kooperation mit Dr. Thorsten Kokott durch.

So funktioniert das Verfahren

„Als Alternative zur großen OP können wir Frauen vor der Menopause mit Beschwerden durch die Myome die Embolisation als minimal-invasiven Eingriff anbieten, sofern kein Kinderwunsch besteht“, sagt Dr. Kersten Mückner. „Im Prinzip drosseln wir mit einer Myom-Embolisation die Blutzufuhr der gutartigen Geschwülste. Dadurch schrumpft das Gewebe, die Myome werden weich und bereiten keine Beschwerden mehr“, erklärt Dr. Mückner das Verfahren. In beide Leistenarterien werden Katheter eingebracht und bis in die Uterusarterie vorgeschoben. Mithilfe eines Kontrastmittels wird dann die Gefäßversorgung der Gebärmutter dargestellt, um die Blutgefäße, die das Myom versorgen, präzise erkennen zu können. Danach wird der Katheter gezielt in die kleineren Gefäße, die das Myom versorgen, gelenkt. „Wenn wir am Ziel angekommen sind, werden kleine Kunststoffkügelchen, sogenannte Polyvenylalkohol-Partikel, langsam in das Gefäß injiziert. Diese fließen dann mit dem Blut in die Endarterien und blockieren sie.“ Der Vorgang wird auf der Gegenseite wiederholt. Wenn der Blutfluss durch die Embolisation um 30 bis 60 Prozent reduziert wird, beginnen die Myome zu schrumpfen, ohne dass dabei die Gebärmutter selbst Schaden nimmt.

In den ersten Tagen nach dem minimalinvasiven Eingriff erhielt Helga S. noch eine Schmerztherapie, konnte aber nach zwei Tagen die Klinik verlassen, nach weniger als zwei Wochen ihr normales Leben aufnehmen und bald auch wieder ihr tägliches Laufpensum absolvieren. Ein Kontroll-MRT nach drei Monaten zeigte, dass sich die Myome deutlich verringert hatten. Auch die Beschwerden, die sie so lange ertragen hatte, waren weg. Sie hat ihre Lebensqualität zurückgewonnen.

Kontakt: MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Klinik Dr. Hancken im Elbe Klinikum Stade: 04141-97 1551  www.hancken.de

Stichwort: Myom-Embolisation

Das Verfahren wurde bereits 1998 von dem amerikanischen Radiologen Scott Goodwin an der Universität von Kalifornien in Los Angeles entwickelt und erprobt. Im Jahr 2006 veröffentlichte Goodwin zusammen mit Kollegen die Ergebnisse einer Studie, die an 16 medizinischen Zentren in den USA mit 149 Patientinnen mit Myomen, die sich für eine Gebärmutterarterien-Embolisation (Uterine-Artery-Embolisation, UAE) entschieden hatten, und 60 Patientinnen, die einer Entfernung der Gebärmutter zugestimmt hatten, durchgeführt worden war.
Hier konnte gezeigt werden, dass die UAE-Patientinnen das Krankenhaus im Schnitt am zweiten Tag nach dem minimalinvasiven Eingriff verlassen konnten – die Frauen, denen der Uterus operativ entfernt wurde, erst nach zweieinhalb Tagen. UAE-Patientinnen konnten nach 15 Tagen wieder ihr normales Leben aufnehmen und im Prinzip schon nach zehn Tagen wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Bei den Frauen mit Hysterektomie dauerte es 44 Tage bis sie wieder fit waren, sie konnten auch erst nach 37 Tagen wieder arbeiten. Bei 40,1 Prozent der Patientinnen, die sich für die operative Entfernung des Uterus entschlossen hatten, kam es zu wenigstens einer Komplikation, bei den UAE-Frauen waren es nur 22,1 Prozent.

26.01.2017 - So bewerten Patienten die Kliniken der Region

Pressebericht aus dem Stader Tageblatt:
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LANDKREIS. Empfehlungen von Patienten werden im Gesundheitswesen immer wichtiger. Deshalb wurde jetzt in der bisher größten Patientenbefragung die Zufriedenheit nach Klinikaufenthalten abgefragt – mit deutlichen Qualitätsunterschieden.
Von Wolfgang Stephan

Wer hat Angst vor den Operateuren in den Kliniken?
Eine subjektive Bewertung aus Patientensicht mit deutlichen Differenzen liegt jetzt vor.

Grundsätzlich gilt: Die Qualität eines Krankenhauses richtet sich nach der medizinischen Ausstattung, dem medizinischen Leistungsspektrum und der Qualität der Beschäftigten. Daneben allerdings gibt es als weiteres Kriterium die subjektiv empfundenen Erfahrungen der Patienten, die in einem detaillierten Fragebogen Antworten gegeben haben. Rund eine Million Versicherte wurden in den vergangenen zwölf Monaten zu ihren Erfahrungen während des Krankenhausaufenthalts befragt, mehr als 450000 haben geantwortet. Initiiert wurde diese bisher größte Patientenbefragung von den Krankenkassen AOK, Barmer und der „Weissen Liste“, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen.

Bisher größte Patientenbefragung

Vier Qualitäts-Dimensionen wurden abgefragt: „Weiterempfehlung“, „Ärztliche Versorgung“, „Pflegerischer Betreuung“ und „Organisation und Service“. Die Befragung erfolgte nach Krankenhausaufenthalten von Versicherten in der Zeit von August 2014 bis Juni 2016. Voraussetzung für eine Ergebnisveröffentlichung sind mindestens 75 ausgefüllte Fragebögen zum jeweiligen Krankenhaus. Insgesamt fällt die Zufriedenheit nach den bundesweiten Durchschnittszahlen hoch aus: 82 Prozent der Befragten würden ihr Krankenhaus weiterempfehlen. 83 Prozent äußern sich zufrieden mit der ärztlichen Versorgung, 82 Prozent mit der pflegerischen Betreuung. Etwas geringer ist die Zufriedenheit mit Organisation und Service (79 Prozent).

Klinik Dr. Hancken liegt vorne

Zwischen den einzelnen Krankenhäusern sind die Unterschiede teilweise deutlich: So erreichen zwar etwa zwei Drittel der Kliniken eine Weiterempfehlungsrate von über 80 Prozent, etwa ein Drittel liegt jedoch unter dieser Rate. In Norddeutschland liegt die Klinik Dr. Hancken vorne, 93 Prozent der Patienten würden sie weiterempfehlen, die Zufriedenheit mit der ärztlichen Versorgung liegt mit 88 Prozent ebenfalls deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Zufriedenheit mit pflegerischer Betreuung (87 Prozent) und mit Organisation und Service (87 Prozent) gelten als Spitzenwerte. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und die gute Bewertung, die vor allem und in erster Linie unsere Mitarbeiter und Ärzte von unseren Patienten erhalten haben“, sagt Klinikchef Dr. Christoph Hancken.

Elbe-Klinikum Buxtehude besser bewertet als Stade

Die beiden Häuser des Elbe-Klinikums unterscheiden sich deutlich: Mit einer Weiterempfehlung von 84 Prozent liegt das Krankenhaus Buxtehude über dem Bundesdurchschnitt und deutlich vor dem Klinikum Stade mit 77 Prozent. Mit 84 Prozent Zufriedenheit mit der ärztlichen Versorgung liegt Buxtehude ebenfalls klar vor Stade (79 Prozent), ebenso mit 82 Prozent bei der Pflege (Stade 79 Prozent) und der Organisation und Service mit 77 gegenüber 75 Prozent in Stade.

„Wir verfolgen in den Elbe Kliniken sehr aufmerksam die Auswertungen und nehmen die Werte als wichtigen Indikator, damit wir unsere medizinische und pflegerische Qualität und den Service langfristig weiter entwickeln können“, sagt Elbe-Kliniken-Geschäftsführer Siegfried Ristau: „Grundsätzlich muss man festhalten, dass man ein Haus mit einer hohen Notfallversorgung nicht mit einem Haus vergleichen kann, welches in erster Linie nur planbare medizinische Behandlungen und Operationen durchführt.“

Durch die hohe Quote an Notfallbehandlungen müssten in Stade öfters geplante Operationen und Behandlungen verlegt oder verschoben werden. „Das ist natürlich für die Patientenzufriedenheit nicht gerade förderlich.“

Mit ihren Werten liegt die Stader Klinik aber klar über denen der Asklepios Klinik Harburg, die nur 70 Prozent der Patienten weiter empfehlen würden, bei Organisation und Service sind es nur 68 Prozent – mit die niedrigsten Werte in der Region, die nur noch unterboten werden von der Asklepios Klinik Altona mit 67 Prozent bei Organisation und Service.

Die Kliniken Im Vergleich

  • Klinik Dr. Hancken Stade: Weiterempfehlung: 93 Prozent, Ärztliche Versorgung: 88 Prozent, Pflege: 87 Prozent, Organisation und Service: 87 Prozent.
  • Capio Klinik Otterndorf: Weiterempfehlung: 90 Prozent, Ärztliche Versorgung: 86 Prozent, Pflege: 85 Prozent, Organisation und Service: 84 Prozent.
  • Universitätsklinikum Eppendorf (UKE): Weiterempfehlung: 85 Prozent, Ärztliche Versorgung: 85 Prozent, Pflege: 85 Prozent, Organisation und Service: 76 Prozent.
  • Elbe Klinikum Buxtehude: Weiterempfehlung: 84 Prozent, Ärztliche Versorgung: 84 Prozent, Pflege: 82 Prozent, Organisation und Service: 77 Prozent.
  • Krankenhaus Buchholz: Weiterempfehlung: 82 Prozent, Ärztliche Versorgung: 83 Prozent, Pflege: 77 Prozent, Organisation und Service: 77 Prozent.
  • OsteMed Klinik Bremervörde: Weiterempfehlung: 81 Prozent, Ärztliche Versorgung: 80 Prozent Pflege: 83 Prozent Organisation und Service: 77 Prozent
  • Elbe Klinikum Stade: Weiterempfehlung: 77 Prozent, Ärztliche Versorgung: 79 Prozent, Pflege: 79 Prozent, Organisation und Service: 75 Prozent.
  • Helios Mariahilf Harburg: Weiterempfehlung: 72 Prozent, Ärztliche Versorgung: 77 Prozent, Pflege: 72 Prozent, Organisation und Service: 68 Prozent.
  • Asklepios Klinik Altona: Weiterempfehlung: 71 Prozent, Ärztliche Versorgung: 79 Prozent, Pflege: 78 Prozent, Organisation und Service: 67 Prozent
  • Asklepios Klinik Harburg: Weiterempfehlung: 70 Prozent, Ärztliche Versorgung: 77 Prozent, Pflege: 75 Prozent, Organisation und Service: 68 Prozent.

Notdienste in Stade

Die Notdienste der Ärzte und Apotheken werden vom Stader Tageblatt mit permanent aktualisierten Daten in "Tageblatt Online" publiziert.

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Dr. Ernst-Ulrich KätlitzPatientenfürsprecher

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