Mammografie

Information über Mammografie

Die Mammographie liefert ein übersichtliches, von meheren Untersuchern beurteilbares und vergleichbares Röntgenbild der Brust. Zudem ist die Mammographie die einzige Methode zur Erkennung und Beurteilung von Mikrokalk, kleinen Verkalkungen, die auf bestimmte Krebsvorstufen hinweisen.

Die Beurteilbarkeit der Mammographie - und damit auch die Sicherheit der Diagnose - ist unter anderem abhängig von der Dichte der Drüse.

Die alleinige Mammographie bei Frauen unter 50 / vor der Menopause ist daher unsicher (nur 8% der soliden Tumore unter 1 cm stellen sich in einer dichten Brust mammographisch dar).

Da mit zunehmendem Alter zum einen die Dichte der Drüse abnimmt, zum anderen aber das Brustkrebsrisiko steigt, ist die Mammographie besonders für die Frauen ab 50 geeignet.

Der Nutzen der Mammographie überwiegt ab dem 40. Lebensjahr das Risiko durch die Strahlenbelastung (bei jährlicher Mammographie ab 40 steigt das Krebs-Risiko um 0,15%).

Bei der Mammographie wird die Brust zusammengedrückt. Dieses dient zum einen der guten Beurteilbarkeit, zum anderen kann so die Strahlenbelastung gesenkt werden. Verletzungen oder Schäden an der Brust können hierdurch nicht entstehen, auch wenn manche Frauen die Kompression sehr unangenehm finden.

Qualität der Untersuchung

Die Mammographie ist Gegenstand kontroverser öffentlicher Diskussionen. Dabei ist es insbesondere für Patientinnen nicht immer nachvollziehbar, welche Argumente für oder wider ihren Interessen gerecht werden.

Die Schwäche der Mammographie liegt hauptsächlich in dem befundenden Arzt:

Von 100 Fehlbefunden sind ca.

  • 52% Fehlinterpretationen
  • 30-43% übersehene Befunde
  • 5% technische Fehler (Tumor nicht abgebildet / Mammographie nicht interpretierbar)
  • 10% tumorbedingt


Hier nun ein paar einfache Punkte, die es erlauben, sich ein Bild von der Qualität der Untersuchung zu machen:

Wieviele Mammographien pro Jahr werden in der Praxis / von dem Doktor durchgeführt?

  • Es sollten wenigstens 1000 sein, da sonst nicht genug Erfahrung entsteht und auch die Geräte incl. der Filmentwicklung etc. unter der geforderten Qualität arbeiten. In Zukunft werden wahrscheinlich mindesten 5000 Mammographien pro Jahr gefordert.


Wie viele richtige Diagnosen stellt der Arzt, bzw. wieviele Operationen werden veranlaßt, um einen bösartigen Befund aufzudecken?

  • Ein Arzt, der Wert auf Qualität legt, kennt die Ergebnisse der von ihm veranlaßten Operationen. Hier sollte die Rate nicht höher als 1 Tumor auf 2 Operationen liegen (tatsächlich liegt sie in Deutschland bei 1:6 !)


Wann hat sich der Arzt das letzte Mal fortgebildet?

  • Die Entwicklung in der Medizin geht rasend schnell. Da reichen die Kenntnisse aus Studium und Ausbildung nicht aus.

Tut eine Röngenuntersuchung der Brust weh?

Um eine optimale Abbildung der Brust mit möglichst wenig Strahlenbelastung zu erreichen, wird die Brust im Röntgengerät etwas gedrückt (komprimiert). Dieses kann als unangenehm empfunden werden. Am besten sollte die Untersuchung unmittelbar nach der Monatsregel durchgeführt werden, da die Brust zu diesem Zeitpunkt am unempfindlichsten ist.

Wichtiges:

Weitere Untersuchungen der Brust:

  • Ultraschall der Brust
  • Kernspin der Brust

Klinik Dr. Hancken Stade

  • Tel: 04141 / 604 - 300

Radiologische Praxis Buxtehude

  • Tel: 04161 / 7405-11

Kooperationspartner im

Programmverantwortliche Leitung des Mammografie-Screenings in der Region Elbe-Weser

Teilnahme am strukturierten Behandlungsprogramm (DMP) Brustkrebs