Nuklearmedizin - Samarium

Samarium-Therapie

Was ist eine Samariumtherapie?

Die Samariumtherapie ist eine ambulante Schmerztherapie bei bösartigen Erkrankungen von Knochenmetastasen. Viele Krebspatienten mit Prostata-, Brust-, Lungenkrebs oder anderen Primärtumoren leiden unter schmerzhaften Knochenmetastasen, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Oft können die Knochenschmerzen nur ungenügend mit Schmerzmitteln unterdrückt werden. Dies führt zu einer Spirale von immer höheren Schmerzmittelgaben, die wiederum viele Nebenwirkungen hervorrufen können, so verursachen Opiate beispielsweise Verstopfung, Müdigkeit und Atemprobleme.

Verteilungsbild nach Samariuminjektion, gute Speicherung

Die Samariumtherapie setzt da an, wo die Schmerzen entstehen. Die Tochter-geschwülste werden in den Knochen behandelt. Hierfür wird Samarium-153 an Leitsubstanzen gekoppelt, die das Radionuklid in die Knochenmetastasen führt die dadurch von innen heraus bestrahlt werden. Die Reichweite der Strahlung beträgt nur wenige Millimeter, so dass das umgebene Gewebe hierbei weitestgehend geschont wird.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Die Behandlung erfolgt ambulant, der Ablauf ähnelt dem Vorgehen bei einer Skelettszintigraphie. Planen Sie für die Therapie einen Aufenthalt von vier Stunden in der Klinik Dr. Hancken ein. Sie brauchen für die Verabreichung von Samarium-153 auch nicht nüchtern zu sein. Die Spritze mit Samarium-153 wird in die Armvene injiziert. Dies ist völlig schmerzfrei. Die radioaktive Substanz wird von den Knochenmetastasen aufgenommen. Der Rest wird von den Nieren ausgeschieden. Deswegen sollten Sie nach der Injektion viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Nach etwa zwei bis drei Stunden wird eine Ganzkörperaufnahme angefertigt, um die Verteilung in den Metastasen zu dokumentieren.

Ist die Samariumtherapie in meinem Fall sinnvoll?

  • Voraussetzung für die Therapie sind der Nachweis von mehrspeichernden Knochenmetastasen in einer aktuellen Skelettszintigraphie
  • Das Blutbild sollte normal oder annähernd normal sein.
  • Eine ausreichende Nierenfunktion ist notwendig.
  • Es dürfen keine frakturgefährdenden Metastasen vorliegen.

Kann eine Samariumtherapie wiederholt werden?
Die Samariumtherapie kann grundsätzlich mehrmals wiederholt werden.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Gelegentlich kann es in den ersten Tagen nach der Behandlung zu einer kurzfristigen Verstärkung der Schmerzen kommen. Dieses ist Zeichen einer einsetzenden therapeutischen Wirkung. Die Blutbildung kann einige Wochen nach der Therapie absinken, sodass wöchentlich Blutbildkontrollen durchgeführt werden müssen.

Werden die Kosten der Behandlung von der Krankenkasse übernommen?
Die Kosten für Untersuchung und Therapie übernehmen in der Regel die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen.

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