Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen

Strahlentherapie bei Gelenkerkrankungen - geht das?

Auch verschiedene gutartige Erkrankungen lassen sich mit ionisierenden Strahlen wirksam behandeln.

Hier sind in erster Linie schmerzhafte, durch Überlastung oder Verschleiß bedingte Gelenkerkrankungen zu nennen (z.B. Tennisellbogen, Fersensporn, durch Arthrose bedingte Schmerzen in allen denkbaren Gelenken).

Auch überschießende Narbenbildung nach Verletzungen oder Operationen (sog. Keloide), Sehnenverdickungen in der Hand- und Fußsehnenplatte mit der Gefahr der Sehnenverkürzung und dadurch bedingte Einschränkung der Fingerstreckung (DUPUYTREN´sche Kontraktur, M. LEDDERHOSE) sind durch eine gezielte Bestrahlung gut beeinflussbar, ebenso Augenschwellungen bei der Schilddrüsenüberfunktion vom BASEDOW-Typ.

Zusätzlich hilfreich sein kann der Einsatz von Strahlen bei hartnäckigen Schuppenflechte-Herden, bei entzündlichen Gelenkerkrankungen, bei ausgeprägten Herpesinfektionen, Gesichtsfurunkeln oder Schweißdrüsenabszessen.

Ist das ungesund?

Die Dosis, die für diese Anwendung benötigt wird, ist sehr viel geringer als die Dosis, die wir zur Vernichtung von Tumorzellen benötigen; Schäden sind nicht zu erwarten. Da verschleißbedingte Schmerzen üblicherweise bei älteren Menschen auftreten, spielt in dieser Situation auch das (ohnehin geringe) Risiko einer Tumorentstehung durch Strahlen statistisch keine Rolle.

Verantwortungsvoller Umgang mit Strahlen

Grundsätzlich können Sie sicher sein: wegen welcher Erkrankung auch immer – ob bösartig oder gutartig – Sie an uns verwiesen werden: wir legen Wert auf einen verantwortungsvollen, patientenorientierten Umgang mit unseren Möglichkeiten der modernen Strahlentherapie in einem sinnvollen Gesamt-Behandlungskonzept.

Aufgrund der guten Ausstattung und der umfangreichen Erfahrung sind wir zur vollen Facharztweiterbildung für das Fach Strahlentherapie berechtigt.