Strahlentherapie - wie funktioniert das?
Das Haupteinsatzgebiet der Strahlentherapie ist die Behandlung von Krebserkrankungen. Diese gelingt am erfolgreichsten, wenn alle an der Therapie beteiligten Fachrichtungen (operative Disziplinen, Strahlentherapie, medikamentöse Verfahren) eng zusammenarbeiten. Eine gute Kommunikation in interdisziplinären Tumorkonferenzen sichert die optimale Behandlung, die nicht nur der jeweiligen Erkrankung und ihrer Ausdehnung (Tumorstadium), sondern auch dem individuellen Patienten unter Berücksichtigung von Alter und Begleitumständen, z.B. weiteren Erkrankungen, angepasst werden muß.
Für eine Reihe von häufigen Tumorerkrankungen gibt es mittlerweile gut fundierte Behandlungskonzepte, die in Behandlungsleitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zusammengefasst sind und nach den heutigen Kenntnissen einen optimalen Behandlungserfolg ermöglichen (s.a. Brustzentrum, Darmzentrum). Diese Konzepte sind die Grundlage für unsere Behandlungsangebote in der Klinik Dr. Hancken, und die seit Jahren praktizierte gute Kooperation mit den Kollegen der diagnostischen und operativen Disziplinen gewährleistet einen zügigen Behandlungsbeginn.
Vor jeder Behandlung erfolgt eine sorgfältige Untersuchung unter Einsatz aller erforderlichen modernen technischen Verfahren (Labor, Röntgen, Ultraschall, Computertomographie, Kernspintomographie), um das Ausmaß der Tumorerkrankung möglichst genau zu bestimmen und dann ein erfolgversprechendes Behandlungskonzept zu erarbeiten. Die Entnahme von Gewebeproben führen wir entweder im eigenen Haus durch oder wir überweisen an Kollegen anderer Fachrichtungen.
... wenn es dann los geht
Nach ausführlicher Information über den Ablauf der Behandlung und
die zu erwartenden Begleiterscheinungen und möglichen Folgen
erhalten Sie den ersten Termin für die Bestrahlungsvorbereitung.
Dazu benötigen wir eine Computertomographie, in die wir den zu
bestrahlenden Bereich (das Zielvolumen) einzeichnen. Unsere
Physiker berechnen dann die günstigste Verteilung der
Strahlendosis. Dieser physikalische Bestrahlungsplan zeigt nicht
nur die gleichmäßige und ausreichende Dosisverteilung im Tumor oder
dem erkrankten Organ, sondern auch die Mitbelastung der umliegenden
Strukturen, und lässt so eine optimale Schonung des gesunden
Gewebes zu. Der errechnete Bestrahlungsplan wird schließlich auf
den Patienten übertragen und auf der Haut markiert, um die tägliche
korrekte Einstellung zu gewährleisten.
Für bestimmte Körperregionen, so Bestrahlungen im Kopf- und
Halsbereich, fertigen wir spezielle Masken an, die eine korrekte
und bewegungslose Lagerung während der Behandlung zusätzlich
unterstützen.
Die einzelne Bestrahlung dauert wenige Minuten und ist schmerzlos.
Vor der ersten Bestrahlung kontrollieren wir nochmals mit einem
speziellen Aufnahmesystem, ob wir die vorgesehene Region auch wie
berechnet treffen; danach erhalten Sie die Termine für alle
folgenden Bestrahlungen, so dass lange Wartezeiten entfallen.
Muss Ich für die Therapie ins Krankenhaus?
Üblicherweise kann die Strahlentherapie ambulant erfolgen; in Einzelfällen ist aber auch eine vorübergehende stationäre Aufnahme sinnvoll, um eine ausreichende Verträglichkeit sicherstellen zu können.
Wird das Ergebnis hinterher kontroliert?
Nach Abschluß einer Strahlentherapie geben uns regelmäßige Nachuntersuchungen Informationen darüber, ob die Behandlung den gewünschten Erfolg hatte, aber auch, ob es langfristig zu beeinträchtigenden Folgen kommt – was uns die Möglichkeit gibt, unsere Behandlung weiter zu verbessern.
