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28.09.2018 - Gefäßmedizin auf Spitzenniveau

BUSINESS & PEOPLE
Das Wirtschaftsmagazin aus der Metropolregion Hamburg:
© 2018 Zeitungsverlag Krause GmbH & Co. KG

Das Gefäßzentrum Elbe-Weser hat die begehrte Rezertifizierung der Fachgesellschaften ohne Fehl und Tadel bestanden

Die moderne Gefäßmedizin befindet sich in einer faszinierenden und schnellen Entwicklung. Dadurch verbessert sich die nicht-invasive Diagnostik – wie Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MR)- und Computertomographie(CT)-Angiographie – und neue, minimalinvasive Therapieoptionen entwickeln sich. Die fortschreitende Minimalisierung des Gewebetraumas bei Therapie und Diagnostik wird angestrebt, die Gefäße sollen über immer kleinere Zugänge erreicht, Krankheiten schonender diagnostiziert und behandelt werden. Das bedeutet für den Patienten weniger belastende Eingriffe und schnellere Genesung.

Um diese Entwicklung zu fördern, werden in Deutschland spezialisierte Gefäßzentren von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) alle drei Jahre überprüft und zertifiziert. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die aktuellen Entwicklungen in der Gefäßmedizin auch in der Praxis umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Qualitätsgesichtspunkte – unter anderem die Vorhaltung einer Gefäßsprechstunde als Anlaufstelle für Patienten, die Gewährleistung einer Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte, die Sicherstellung der Fachkompetenz durch hohe Fallzahlen und eine funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das Gütesiegel der Zertifizierung bedeutet, dass sich die Patienten auf eine Behandlung nach den aktuellsten Standards und Richtlinien der Medizin verlassen können. Deutschlandweit sind etwa 60 Gefäßzentren zertifiziert.

Seit 2012 zertifiziert

Im Elbe-Weser-Raum hat das Gefäßzentrum Elbe-Weser nach erfolgreicher Zertifizierung 2012 dieses Gütesiegel der Zertifizierung erhalten und aktuell wieder bewiesen, dass es den hohen Anforderungen einer Re-Zertifizierung bestens gewachsen ist. Gegründet wurde das Gefäßzentrum von den Elbe-Kliniken Stade-Buxtehude und der Klinik Dr. Hancken in Stade und wird gleichberechtigt durch ein Team von Gefäßspezialisten aus den Bereichen Gefäßchirurgie, interventioneller Radiologie und Angiologie geleitet.

Dr. Niyazi Cebi

Dr. Niyazi Cebi

Dr. Kersten Mückner

Dr. Kersten Mückner

Torsten Budziak

Torsten Budziak

Dr. Christian Saager

Dr. Christian Saager

Dr. Mareike Franke

Dr. Mareike Franke

„Wir haben bei der Re-Zertifizierung gezeigt, dass unsere Methoden und Abläufe, nach denen wir unsere Patienten im Gefäßzentrum Elbe-Weser behandeln, dem aktuellen Stand der Medizin entsprechen“, berichtet der Chefarzt der Radiologie, Dr. Kersten Mückner, der ebenfalls leitender Arzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Radiologie und Nuklearmedizin der Klinik Dr. Hancken und im Gefäßzentrum Elbe-Weser ist.

Neben Dr. Mückner zählen der leitende Gefäßchirurg des Elbe-Klinikums Stade, Dr. Niyazin Cebi, sowie die gefäßchirurgischen Oberärzte Dr. Ralf Michallek und Dr. Cem Kilic zum Expertenteam des Zentrums. Von Seiten der Radiologie sind neben Dr. Mückner die radiologischen Oberärzte Dr. Mareike Franke und Dr. Christian Saager, der zusätzlich die Zusatzbezeichnung Neuroradiologe inne hat, Mitglieder des Teams. Als angiologischer Oberarzt ist der Internist Torsten Budziak im Expertenteam vertreten.

Im interdisziplinären Gefäßzentrum Elbe- Weser werden Patienten mit Gefäßerkrankungen wie zum Beispiel der relativ häufig vorkommenden „peripheren arteriellen Verschlusserkrankung“ (pAVK) behandelt. Bei dieser Erkrankung kommt es durch Ablagerungen an der Gefäßwand zu Verengungen (Stenosen). Je nach Ort der Ablagerung sind die Beschwerden vielseitig. Unter anderem äußert sich die Erkrankung bei Engstellen im Bereich der Beinarterien als „Schaufensterkrankheit“. Nach Diagnosestellung durch moderne Verfahren wie beispielsweise die Gefäßultraschalluntersuchung und die Magnetresonanztomographie kommen als Behandlungsoptionen minimalinvasive Therapien wie zum Beispiel die Ballonaufdehnung (perkutane transluminale Angioplastie – PTA) von Engstellen zum Einsatz.

Hybrid-Eingriffe in der AngioSuite

Für diese Eingriffe, die mit Kathetern unter Röntgenkontrolle über einen sehr kleinen Zugang in der Leiste durchgeführt werden, steht den Ärzten des Zentrums eine hochmoderne Ausstattung und komplett ausgerüstete Räumlichkeiten zur Verfügung. So können in der AngioSuite im Elbe-Klinikum Stade auch größere, interdisziplinäre Eingriffe als sogenannte Hybrid-Eingriffe vorgenommen werden. Hierbei werden Gefäßerkrankungen mittels eines Teams aus Gefäßchirurgen und interventionellen Radiologen in einer OP-Sitzung behandelt. So können beispielsweise mehrere Engstellen durch interventionelle und chirurgische Verfahren in nur einer OP-Sitzung beseitigt werden. Ebenfalls können zum Beispiel Aussackungen (Aneurysmen) der Hauptschlagader minimalinvasiv über Leistenzugänge mittels Endoprothese behandelt werden – ohne Notwendigkeit, einen großen Bauchschnitt mit verlängertem Heilungsprozess machen zu müssen. Aber auch seltenere Erkrankungen wie beispielsweise Gefäßwandentzündungen werden im Zusammenspiel zwischen Radiologie, Angiologie und Gefäßchirurgie diagnostiziert und behandelt.

Zudem können die in der Gefäßmedizin benutzten Räumlichkeiten/Gerätschaften und angewandte Techniken für Patienten mit Leiden, die nicht direkt zum Leistungsspektrum des Gefäßzentrums gehören, genutzt werden. So arbeiten die interventionellen Radiologen des Gefäßzentrums mit dem neurologischen Schlaganfall-Team des Elbe-Klinikums Stade in der Behandlung von Schlaganfallpatienten zusammen. In besonders schweren Fällen kann mittels rechtzeitiger Entfernung des Blutgerinnsels aus den Hirnarterien durch kathetergestützte Gefäßverfahren der Patient vor schweren Folgen des Schlaganfalls bewahrt werden.

Auch mit anderen Fachrichtungen wird gut kooperiert. Beispielsweise können in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachabteilungen gutartige Gebärmutter-Wucherungen und gutartige Vergrößerungen der Pros­tata mittels Verschluss der Gefäßstrukturen verkleinert werden. In der Krebstherapie können die Techniken der Gefäßmedizin genutzt werden, um Tumortherapeutika gezielt und nebenwirkungsärmer an ihren Wirkort (bei der Behandlung von Lebermetastasen direkt in die Leber) zu bringen. co

April 2018 - Neues MVZ in Rotenburg/Wümme

Ein neues Medizinisches Versorgungszentrum für Radiologie eröffnet im April 2018 in Rotenburg/Wümme

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23.03.2018 - Gutartige Prostatavergrößerung

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Neue Behandlung eines dängenden Problems

Gutartige Prostatavergrößerung: Im EKS bieten Radiologen und Urologen zusammen eine neue Therapie gegen ein weitverbreitetes Männerleiden an

v.l.n.r.: Dr. Erik Hars, Dr. Sven Laabs, Dr. Kersten Mückner

Dr. Sven Laabs, Chefarzt der Urologie im Elbe Klinikum Stade, leitet auch das Prostatazentrum Elbe-Weser. Das linke Foto zeigt ihn mit Dr. Erik Hars, Radiologe im MVZ Klinik Dr. Hancken im Elbe Klinikum Stade.
Rechtes Foto: Chefarzt Dr. Kersten Mückner hat die neue Methode der Prostata-Arterien-Embolisation in Stade eingeführt.

Eine der häufigsten Männerkrankheiten ist die gutartige Prostatavergrößerung. Diese benigne Prostatahyperplasie (BPH) – so der Fachbegriff – tritt vor allem im mittleren und fortgeschrittenen Lebensalter auf. Jeder zweite 60-Jährige ist davon betroffen, bei den 80-Jährigen sind es bereits 90 Prozent. Mancher merkt lange wenig von seiner BPH, in anderen Fällen verursacht die vergrößerte Prostata schon früh immer stärkere Beschwerden und muss behandelt werden. Durch die Vergrößerung der Prostata, die ringförmig um die Harnröhre direkt am Blasenausgang liegt, wird das Wasserlassen behindert: Harn kann nur in kleinen Mengen abgesetzt werden, die Blase immer weniger entleert werden. Dadurch steigt die Gefahr von Entzündungen und der Drang zum Wasserlassen nimmt ständig – auch nachts – zu, die Lebensqualität immer weiter ab. „Bei manchen unserer Patienten bestimmen die Blase und die Suche nach der nächstliegenden Toilette das Leben“, erklärt Dr. Sven Laabs, Chefarzt der Urologie im Elbe Klinikum Stade.

„Zunächst werden die BPH-Patienten mit einer medikamentösen Therapie behandelt, wenn sich allerdings dadurch keine Besserung erzielen lässt oder die Symptome stärker werden, bleibt nur ein operativer Eingriff, um den Patienten wieder ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen“, erklärt der Chef-Urologe Laabs, der auch das Prostata-Zentrum Elbe-Weser leitet, in dem elf niedergelassene Urologen mit den Fachkollegen der Kliniken und den Radiologen, Onkologen sowie Strahlentherapeuten zusammenarbeiten, um gutartige wie bösartige Prostata-Erkrankungen zu behandeln.

Viele Verfahren

Die Beseitigung dieser Beschwerden beschäftigt die Ärzte seit Jahrhunderten und führte im 16. Jahrhundert zur ersten minimalinvasiven Methode: Der französische Barbier und Chirurg Ambroise Paré schnitt mit Hilfe von Instumenten, die er durch die Harnröhre einführte, einen Tunnel durch das Prostatagewebe. Das war sozusagen der Vorläufer des heute als TransUrethrale Resektion der Prostata (TURP) durchgeführten Verfahrens. Dabei wird durch die Harnröhre in Schlüssellochtechnik Gewebe von der Prostata abgetragen, um das Organ zu verkleinern, dass die verengte Harnröhre weiter wird und die Blase wieder besser entleert werden kann. Neben dieser Methode wurden noch eine Vielzahl weiterer Verfahren entwickelt. Mit Hitze, Kälte, Stents und Laserstrahlen bis hin zum Skalpell versuchen Urologen und Chirurgen das Übel zu beseitigen. Das Ziel ist es, die Beschwerden möglichst komplikationslos und nebenwirkungsfrei zu beseitigen. Zu den Risiken zählten früher neben Infektionen Inkontinenz und Impotenz.

Zwar sind die Methoden dank der präzisen Medizintechnik feiner geworden, die potenziellen Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf, dennoch fürchten sich viele Patienten selbst vor den minimalinvasiven Eingriffen. Deshalb bietet das MVZ Klinik Dr. Hancken im Elbe Klinikum Stade in Zusammenarbeit mit den Urologen eine alternative Behandlung an: die Prostata-Arterien-Embolisation (PAE).

Der Radiologe und Chefarzt Dr. Kersten Mückner erklärt das Verfahren: "Bei der Prostata-Arterien-Embolisation gehen wir unter Röntgenkontrolle mit einem feinen Katheter über die Leistenarterie in die Prostata-Arterie und setzen dort kleine Mikrokügelchen frei, die in einem bestimmten Areal die Blutgefäße in der Prostata verschließen und dadurch zum Untergang von Gewebe führen. Dadurch wird die Prostata verkleinert und die Verengung der Harnröhre behoben. Diese Methode ist schmerzfrei und kann unter lokale Betäubung durchgeführt werden." Der Vorteil dieses Eingriffs liegt darin, dass keine der kritischen Organe wie Blase und Harnröhre verletzt werden können. Außerdem wird dem Patienten eine Operation mit Vollnarkose und mehrtägigem Krankenhausaufenthalt erspart.

Elegante Methode


In anderen Ländern wird diese alterna­tive Methode längst praktiziert, in Deutschland wurde sie Anfang des Jahres offiziell zugelassen – allerdings mit einigen Auflagen: Die PAE darf nur bei Patienten durchgeführt werden, die die Familienplanung abgeschlossen haben, nicht an Arteriosklerose leiden und sich ausdrücklich gegen einen anderen operativen Eingriff ausgesprochen haben. Chefradiologe Dr. Mückner hat diese Eingriffe bereits erfolgreich durchgeführt. Die Patienten konnten zwei Tage nach dem Eingriff das Krankenhaus verlassen, die Beschwerden nahmen kontinuierlich ab, sie konnten bald wieder selbst über ihr Leben und die Organisation ihres Alltags bestimmen.

Notdienste in Stade

Die Notdienste der Ärzte und Apotheken werden vom Stader Tageblatt mit permanent aktualisierten Daten in "Tageblatt Online" publiziert.

Patientenfürsprecherin

  

Frau Dr. Ch. Thiel
FÄ für Radiologie, Strahlentherapie
und Palliativmedizin

erreichbar unter
Tel: 04141 604160
oder info@hancken.de

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